2020 – Thema ROH

HIER KÖNNEN SIE DIE WERKE ANSEHEN

ROH ist ein Thema, welches in der Kunst immer schon präsent war. Die Frage, wann ein Kunstwerk fertig ist, begleitet stets den künstlerischen Prozess. Es ist möglich, Teile des Werkes nicht bis ans Ende zu führen, sie roh zu belassen und so den Betrachtenden Spielraum für eigene Ergänzungen zu geben.
So hat zum Beispiel der Bildhauer August Rodin die Oberfläche seiner Plastiken grob bearbeitet belassen, ja manchmal sogar ganze Gliedmassen weggelassen, so dass die Betrachtenden gefordert sind, darüber nachzudenken, was den Menschen eigentlich ausmacht. Der zeitgenössische Künstler Thomas Hirschhorn verwendet Materialien sehr roh, arbeitet mit gesammelten Wegwerfmaterialien, Klebeband, Karton- oder Holzresten. Es gibt ganze Kunstrichtungen bei welchen der Begriff roh sehr deutlich in Erscheinung tritt (Art Brut, Arte Povera, Landart, Brutalismus).
Abgesehen von künstlerischen Strategien und technischen Aspekten, unter welchen das Thema Roh angegangen werden kann, sind auch eine inhaltliche Annäherungen möglich: etwa Rohkost, Rohstoffe, rohe Gewalt, Rohling.


Im Duden findet man unter dem Adjektiv ROH folgende Begriffe: barbarisch, brutal, derb, gefühllos, gewalttätig, grausam, grob, hart, rabiat, ruppig, unmenschlich, verletzend, verroht; abgebrüht, kaltschnäuzig; bestialisch, kaltblütig, rücksichtslos, rüde, skrupellos, tierisch; unverarbeitet, ungehobelt, unverfälscht, unmenschlich, natürlich, lieblos, ehrlich, ungeschönt.

BG-Lehrkräfte: Adrian Hess, Martina Keller, Eva Allemann



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